Stichtag 1. April: Die neue Struktur der Bundeswehr

Am 1. April 2025 tritt die modernisierte Struktur der Bundeswehr in Kraft. Der Umbau wurde innerhalb eines Jahres umgesetzt und zielt darauf ab, die Bundeswehr schneller, informationstechnisch überlegener und belastbarer für die Landes- und Bündnisverteidigung aufzustellen.

Der Umbau der Bundeswehr stellt einen wesentlichen Schritt zur Modernisierung der deutschen Streitkräfte dar. Im April 2024 hat Verteidigungsminister Boris Pistorius mit dem „Osnabrücker Erlass“ die strukturellen Weichen gestellt, um die Bundeswehr konsequent auf die Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten. Der Umbau erfolgte innerhalb eines Jahres. Ziel dieser umfassenden Reform ist es, die Bundeswehr schneller, flexibler und informationstechnisch überlegener zu machen, um neuen sicherheitspolitischen Herausforderungen gerecht zu werden.

Ein zentraler Aspekt der neuen Struktur ist die Eingliederung des ehemaligen Organisationsbereichs CIR (Cyber- und Informationsraum) als vierte Teilstreitkraft neben Heer, Marine und Luftwaffe. Mit der Schaffung des neuen Operativen Führungskommandos, das ab dem 1. April 2025 die zentrale Führung aller Bundeswehreinsätze im In- und Ausland übernimmt, wird eine einheitliche Kommandostruktur geschaffen. Dabei werden die bisherigen Einsatz- und Territorialführungskommandos nach voller Einsatzbereitschaft des Operativen Führungskommandos aufgelöst.

Zusätzlich wurde ein neues Unterstützungskommando geschaffen, das die Fähigkeiten der Streitkräftebasis und des Zentralen Sanitätsdienstes mit weiteren zentralen militärischen Dienststellen vereint. Auch die Kommandos Sanitätsdienst und Streitkräftebasis werden anschließend außer Dienst gestellt. Diese Neuausrichtung soll die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr steigern und eine flexible Reaktion auf Bedrohungen gewährleisten.

Die neue Struktur der Streitkräfte

Die Streitkräfte bilden also den militärischen Kern der Bundeswehr und setzen sich aus den vier Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftwaffe und CIR (Cyber- und Informationsraum) zusammen. Der Unterstützungsbereich unterstützt die Teilstreitkräfte mit logistischen und sanitätsdienstlichen Fähigkeiten. Die Teilstreitkraft CIR stellt eine Besonderheit dar, da sie aufgrund der Digitalisierung in allen militärischen Dimensionen – Land, Luft, See und Cyber – vertreten ist.

Neben den militärischen Einheiten besteht die zivile Bundeswehrverwaltung aus drei Hauptbereichen: Personal, Ausrüstung und Infrastruktur. Militärseelsorge und Rechtspflege sind eigenständige zivile Organisationsbereiche. Diese Trennung von militärischen und zivilen Aufgaben folgt dem Grundgesetz, das die Verwaltung von Personalwesen und Rüstung explizit in zivile Hände legt.

Quelle: https://www.bundeswehr.de/de/organisation